Flugplatz EDQH

Der 1951 gegründete Verein Aero-Club Herzogenaurach e. V. machte sich 1960 daran, eine geeignete Stelle für einen Flugplatz zu suchen. Man fand diese in einem Grundstück etwa einen halben Kilometer nördlich der Stadtgrenze von Herzogenaurach. Im Herbst 1961 wurde eine 700 Meter lange Grasbahn von den Behörden abgenommen, welche aber erst am 14. Oktober 1962 offiziell eingeweiht wurde. 1970 wurde der Flugplatz zum Verkehrslandeplatz ausgebaut. Im Zuge dessen wurde auch die Bahn asphaltiert, welche am 28. Juni 1970 eröffnet wurde.

Über uns

Geschichte EDQH

Der Flugplatz Herzogenaurach kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Im Mai 1951 folgten 16 Herzogenauracher Bürger dem Aufruf zur Vereinsgründung des Aero-Club Herzogenaurach. Anfangs konzentrierten sich die Aktivitäten auf den Modell- und Segelflug. Im Jahre 1955 wurde der Motorflugsport wieder erlaubt und sogleich machten sich die aktiven Segelflugpiloten daran, den Motorflugschein PPL zu erwerben.

1960 wurde auf den Dambach-Wiesen am Welkenbacher Kirchweg ein Flugtag durchgeführt, der mit großem Beifall von den Zuschauern aufgenommen wurde. Bestärkt durch den großen Erfolg des Flugtages machten sich die Mitglieder daran, ein Fluggelände zu suchen und wurden mit den Grundstückseigentümern des jetzigen Standortes einig.

Mit kräftiger Unterstützung der hier stationierten Amerikaner wurde das Gelände planiert, für die 700 m lange Graspiste vorbereitet und wurde nach der Abnahme der Piste im Herbst 1961 freigegeben.

Am 14.10.1962 war es dann soweit: der Flugplatz wurde offiziell eingeweiht.

Im Zuge des Ausbaus zum Verkehrslandeplatz wurde die Bahn asphaltiert und am 28.06.1970 konnte die Bahn ihrer Bestimmung übergeben werden.

Die Großflugtage 1971 zum 20-jährigen Jubiläum und 1981 zum 30-jährigen Jubiläum mit der Beteiligung von zwei Senkrechtstartern „Harrier“ der Royal Air Force sowie Überflüge und Formationen der USAF, waren einmalige Schauvorführungen.

Die Piper Cadet wurde 1994 mit einem Nachschalldämpfer ausgerüstet und bekam daraufhin den blauen Umweltschutzengel verliehen.

Wir blicken stolz auf die erfolgreiche Geschichte des Flugplatzes zurück und freuen uns, diese in Zukunft fortsetzen zu können.

Umwelt

Im Vergleich zu verschiedenen Lärmquellen bringen es Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt in der Startphase – gemessen in einer Entfernung von 300 Metern – mal gerade auf 70 bis 75 dB(A), modernere liegen nochmals deutlich darunter bis 60dB(A) – ein Geräuschpegel, der bei stärkster Belastung entsteht, also nur in einer kurzen Phase innerhalb des Flugplatzbereichs.
Ein Geräuschpegel, der unter dem liegt, was wir als Fahrgeräusch in unseren Automobilen als selbstverständlich hinnehmen (Schauen Sie doch einmal in Ihren Kfz-Schein).
95 % der am Flugplatz stationierten Flugzeuge haben den über die europäische Norm hinausgehenden erhöhten Lärmschutz.

Flugplätze sind Zufluchtsorte für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. So wurden bei einer Untersuchung des Flugplatzes Bamberg 209 Pflanzenarten entdeckt, darunter 20 bedrohte. Sogar Umweltschützer sind immer wieder überrascht und begeistert vom Artenreichtum.

Flugplätze nehmen mit ihren großen Freiflächen die Funktion als „Grüne Lunge“ von Städten wahr und sorgen damit für frische Luft. Vielerorts verhindert ein Flugplatz die Versiegelung des Bodens durch Ausweisung von Industriegebieten.

Der Landverbrauch ist bei der Luftfahrt äußerst gering. Während man beim Straßenverkehr tausende Kilometer Straße braucht, um zu einem entfernten Ort zu gelangen, genügen beim Flugzeug nur wenige Hundert Meter Start- und Landebahn.

Auch beim Schadstoffausstoß schneidet der Sichtflugverkehr gut ab: Eine im Auftrag des Umweltbundesamtes zum motorisierten Verkehr in Deutschland (Energieverbrauch und Luftschadstoffemission des motorisierten Verkehrs …) erstellte Studie aus dem Jahr 1992 spricht von „mengenmäßig unbedeutenden Sichtflugverkehr“ und geht in den folgenden 300 Seiten darauf speziell nicht mehr ein.

Der Verbrauch des Sichtflugverkehrs beträgt nur 0,03% des gesamten Benzinverbrauchs. Ein modernes Flugzeug benötigt ca. 7,5 l/100 km und das bei Tempo 200 (Beispiel HOAC Katana).

Oder eine Piper Malibu: Sie benötigt bei 400 km/h ungefähr 15 l/100 km und befördert dabei 6 Personen. Autos müssen Strassen benutzen; Flugzeuge können direkt fliegen und damit schneller und kürzer.

Partner

Dank unserer starken Partner hat sich der Flugplatz Herzogenaurach zu einem wesentlichen Dreh- und Angelpunkt für die Allgemeine Luftfahrt in Mittelfranken entwickelt. Gleich zwei Vereine finden sich auf unserem Flugplatzgelände. Mehrere Flugschulen bieten Interessierten die Möglichkeit vom Fußgänger zum Flieger zu werden.

Wenn Sie schon ein Flugzeug haben, dann sind sie bei uns ebenfalls gut aufgehoben. Die Firma Malter bietet als Luftfahrttechnischer Betrieb (LTB) umfangreiche Leistungen rund um Wartung und Reparatur von Flugzeugen an.

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