Logo des Flugplatzes Herzogenaurach in Weiss, fuer dunkle Flaechen

Flugplatz Herzogenaurach

EDQH · Verkehrslandeplatz

SEIT 1951

Flugplatzhistorie

Von sechzehn Bürgern mit einem Verein zum Verkehrslandeplatz im Aurachtal.

Ein einmotoriges Propellerflugzeug rollt in den 1960er-Jahren über eine Graspiste, dahinter Holzbaracken und eine Baumreihe

Die Geschichte dieses Platzes beginnt nicht mit einer Landebahn, sondern mit sechzehn Herzogenaurachern.

16

Bürger gründeten 1951 den Aero-Club

700

Meter misst die Bahn — seit 1961 unverändert

11

Jahre vergingen von der Gründung bis zur Einweihung

Mai 1951

Sechzehn Bürger gründen einen Verein

Sie folgten dem Aufruf zur Gründung des Aero-Club Herzogenaurach — zu einer Zeit, als Motorflug in Deutschland noch verboten war. Geflogen wurde deshalb zunächst mit Modellen und Segelflugzeugen.

1955

Der Motorflug kehrt zurück

Als der Motorflugsport wieder erlaubt wurde, machten sich die aktiven Segelflugpiloten sofort daran, die Lizenz zu erwerben. Einen eigenen Platz hatte der Club zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht.

Segelflugpilot in Lederjacke schließt in den 1950er-Jahren die Haube seines Segelflugzeugs auf einer Wiese

1960

Ein Flugtag gibt den Ausschlag

Auf den Dambach-Wiesen am Welkenbacher Kirchweg richtete der Verein einen Flugtag aus. Das Publikum war begeistert — und der Erfolg bestärkte die Mitglieder darin, endlich ein eigenes Fluggelände zu suchen. Mit den Grundstückseigentümern am heutigen Standort wurde man sich einig.

Herbst 1961

Planierraupe richtet 1961 einen Wiesenstreifen zur Graspiste her, daneben drei Männer in Arbeitskleidung

Siebenhundert Meter Gras — mit amerikanischer Hilfe

Planiert und für die Piste hergerichtet wurde das Gelände mit kräftiger Unterstützung der hier stationierten Amerikaner. Nach der Abnahme gab die Behörde die Bahn im Herbst 1961 frei. Es ist dieselbe Länge, auf der heute gelandet wird.

14.10.1962

Festlich gekleidete Besucher stehen bei der Einweihung 1962 um ein kleines Sportflugzeug auf der Graspiste

Die Einweihung

Elf Jahre nach der Vereinsgründung wurde der Flugplatz offiziell eingeweiht.

28.06.1970

Aus Gras wird Asphalt

Im Zuge des Ausbaus zum Verkehrslandeplatz wurde die Bahn asphaltiert und ihrer Bestimmung übergeben. Die Großflugtage zum zwanzig- und dreißigjährigen Jubiläum blieben in Erinnerung: 1981 zeigten zwei Senkrechtstarter vom Typ Harrier der Royal Air Force ihr Können, dazu kamen Überflüge und Formationen der US-Luftwaffe.

Zu den Bildern: Die Aufnahmen auf dieser Seite sind nachgestellte Symbolbilder — aus den Anfangsjahren liegen uns keine Fotos vor. Wer alte Aufnahmen vom Platz hat, darf sich sehr gern bei uns melden.

Heute

Dieselben siebenhundert Meter

Aus dem Acker, den sechzehn Bürger suchten, ist ein Verkehrslandeplatz geworden: Vereine, Flugschulen und Unternehmen sind hier zu Hause. Die Bahn misst noch immer die Länge, die im Herbst 1961 abgenommen wurde — nur liegt heute Asphalt darauf.

Sechzehn Leute, eine Wiese, ein Jahrzehnt Arbeit — und siebzig Jahre später hebt hier immer noch ab, wer fliegen will.

Nicht zu verwechseln: der Fliegerhorst

Zweieinhalb Kilometer östlich lag der Fliegerhorst der Luftwaffe — 1934 angelegt, bis 1992 von den US-Streitkräften genutzt, heute steht dort der adidas-Campus. Mit unserem Platz hat er nichts zu tun, außer dass die Soldaten von dort 1961 beim Bau der Piste mit anpackten.